Ausstellung im Bundestag erinnert an Auschwitz-Befreiung vor 80 Jahren
„Die Opfer aus der Anonymität holen und ihnen ein Gesicht geben“, so beschreibt die Künstlerin Monika Mendat, was sie mit ihren Werken erreichen möchte – ihre Werke, die Frauen, Männer und Kinder im Augenblick der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau zeigen und in der Ausstellung „Erinnerung an die Befreiung – Mahnung für die Demokratie“ zu sehen sind, die am Dienstag, 28. Januar 2025 von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages eröffnet wurde – einen Tag nachdem sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 80. Mal gejährt hatte.
Als Vorlage für die Bilder in verschiedenen Blau- und Weißtönen, die bis zum 21. Februar zu sehen sein werden, hat Monika Mendat Originalfotos von Menschen als Vorlage genommen und in Acryl portraitiert, die im Konzentrationslager Auschwitz inhaftiert waren oder dort ermordet wurden. Für die Künstlerin hat die Auseinandersetzung mit der Geschichte eine besondere Bedeutung: Ihre Mutter stammt aus Auschwitz, „einem der schlimmsten Orte der Weltgeschichte“, wie Mendat sagte, die sich zugleich überzeugt zeigte: „Je ungeheuerlicher das Verbrechen, desto dringlicher das Erinnern.“ Auch die Bundestagspräsidentin mahnte in ihrer Rede zur Eröffnung der Ausstellung mit Blick auf den Holocaust: „Nur Mitmenschlichkeit und Solidarität können Garantien dafür sein, dass sich ein solches Verbrechen nicht wiederholt.“
Bas: Mendats Bilder bewirken Besonderes
Der Künstlerin dankte die Präsidentin für Bilder, die etwas Besonderes bewirkten: „Durch Ihre Bilder können wir diesen Menschen in die Augen blicken. Überlebensgroß. Und es gibt eine zweite Serie, eine Serie abstrakter Bilder für alles das, was sich nicht in Worte fassen lässt. Für das Grauen, für die Erbarmungslosigkeit, für die Hoffnungslosigkeit dieses Ortes, der wie kein anderer für die Verbrechen der Nationalsozialisten steht.“
Die Ausstellung zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erinnert daran, dass Millionen von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, politischen Gesinnung, sexuellen Orientierung oder Hautfarbe von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden.
Besuch der Ausstellung
Die Ausstellung wird vom 29. Januar bis zum 21. Februar 2025 in der Halle des Paul-Löbe-Hauses gezeigt. Sie kann montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr besucht werden. Öffentliche Führungen werden an folgenden Tagen angeboten: Donnerstag, 6. Februar, 15 Uhr, Freitag, 7. Februar, 10 Uhr, Mittwoch, 12. Februar, 15 Uhr, Donnerstag, 13. Februar, 14 Uhr, Mittwoch, 19. Februar, 15 Uhr, Donnerstag, 20. Februar, 14 Uhr
Für den Besuch der Ausstellung ist spätestens zwei Werktage vor dem gewünschten Besuchstermin über dieses Anmeldeformular eine Anmeldung notwendig. Aus organisatorischen Gründen ist ein Besuchsbeginn jeweils nur zur vollen Stunde möglich. Spätester Besuchsbeginn ist jeweils 16 Uhr. (nt/29.01.2025)