Bundesregierung will Netz der Auslandsschulen ausweiten
Berlin: (hib/AHE) Die Bundesregierung hat einen „Masterplan für die Deutschen Auslands- und Partnerschulen“ als Unterrichtung (20/14485) vorgelegt. Wie sie darin schreibt, bilde die Auswärtige Bildungspolitik mit 136 Deutschen Auslandsschulen und mehr als 2.000 Partnerschulen einen wichtigen Stützpfeiler der deutschen Außenpolitik. Dank der Arbeit dieser Schulen würden Jahr für Jahr 600.000 Menschen in 120 Staaten erreicht, die Deutsch lernen, lesen und sprechen, deutsche Schulabschlüsse und Sprachdiplome erwerben.
Als Ziele des Masterplans werden unter anderem die Förderung des Hochschul-, Wissenschafts-, Wirtschafts- und Innovationsstandorts Deutschland, die Gewinnung dringend benötigter Fachkräfte, die Förderung der deutschen Sprache weltweit und eine Vertiefung der Bindungen zu Deutschland durch Bildungsbiografien benannt. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem der Aufbau neuer Auslandsschulen, insbesondere „in für uns zentralen Schlüssel- und Partnerstaaten“ und die Schaffung eines Schulentwicklungsfonds in Höhe von 500.000 Euro im Jahr für Anschubfinanzierungen. Außerdem soll das Gemischtsprachige Internationale Baccalaureate (GIB) als ein weniger vermittelte Lehrkräfte erfordernder, „aber einen dem Abitur gleichwertiger Hochschulzugang“ stärker gefördert werden.
Weitere Maßnahmen zielen unter anderem auf die Vernetzung der Schulen mit der Wirtschaft und untereinander, die Digitalisierung sowie die Erarbeitung einer gemeinsamen Deutschlehrkräfte-Strategie zusammen mit dem Goethe-Institut, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, dem Deutschen Akademischer Austauschdienst und dem Pädagogischen Austauschdienst.