Christenfeindliche PMK-Straftaten in 2024
Berlin: (hib/STO) Über christenfeindliche Straftaten der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (20/14456) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (20/14137). Danach werden im Kriminalpolizeilichen Meldedienst für Politisch motivierte Straftaten (KPMD-PMK) solche gegen Christen und ihre Einrichtungen gerichteten Delikte mit dem Unterthemenfeld „Christenfeindlich“ und/oder dem Unterangriffsziel „Kirche“ erfasst. Des Weiteren werden Straftaten gegen christliche Einrichtungen wie zum Beispiel Kindertagesstätten den Angaben zufolge unter dem Unterangriffsziel „Religiöse Einrichtung“ erfasst. Dabei sei zu beachten, dass es sich auch um nicht-christliche Einrichtungen handeln kann.
Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, wurden mit dem Unterthemenfeld „Christenfeindlich“ im vergangenen Jahr bis zum 10. Dezember insgesamt 228 Straftaten registriert, darunter ein vollendetes Tötungsdelikt, 14 Körperverletzungen und 52 Sachbeschädigungen. Dabei hatten von 107 Tatverdächtigen laut Bundesregierung 75 die deutsche Staatsangehörigkeit.
Mit dem Unterangriffsziel „Kirche“ wurden den Angaben zufolge im genannten Zeitraum insgesamt 96 Delikte verzeichnet, darunter 47 Sachbeschädigungen, und mit dem Unterangriffsziel „Religiöse Einrichtung“ 66 Straftaten. darunter 31 Sachbeschädigungen. Hier hatten von insgesamt 56 Tatverdächtigen laut Vorlage 50 die deutsche Staatsangehörigkeit.
In der Fallzahlenanwendung des Bundeskriminalamtes (BKA) wird zu jeder Person nur eine Staatsangehörigkeit erfasst, wie die Bundesregierung in der Antwort ausführt. „Sofern eine Person mehrere Staatsangehörigkeiten besitzt, darunter die deutsche, wird diese abgebildet“, heißt es darin weiter.