18.03.2024 Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung — Antrag — hib 162/2024

Union will Rolle von Religionen stärken

Berlin: (hib/NKI) Die CDU/CSU-Fraktion fordert in einem Antrag (20/10070), die Rolle von Religionen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu stärken. In dem Antrag heißt es, eine wertebasierte Entwicklungspolitik, die den einzelnen Menschen ernst nimmt, müsse auch seinen Blick auf die Welt ernst nehmen.

„Folglich sollten auch die religiösen, normativen und kulturellen Gegebenheiten in den Partnerländern systematisch Berücksichtigung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit finden“, heißt es in dem Papier. Zudem habe Religion, weltweit betrachtet, „für vier von fünf Menschen“ einen hohen Stellenwert in ihrem Leben. Die Bundesregierung wird aufgefordert, das Sektorvorhaben „Religion für nachhaltige Entwicklung“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH auch über die aktuelle Laufzeit (März 2023 bis Februar 2025) mindestens für drei weitere Jahre finanziell ausreichend abzusichern. Auch die Multi-Akteurspartnerschaft „International Partnership on Religion and Sustainable Development“ (PaRD) soll mindestens für drei weitere Jahre finanziell ausreichend abgesichert werden sowie weitere Unterstützer als Partner dazugewonnen werden, „damit Deutschland seine Vorreiterrolle auch langfristig wahrnehmen kann“, schreiben die Unionspolitiker. Darüber hinaus solle im Rahmen von Regierungsverhandlungen die Rolle von Religion und religiösen Akteuren stärker berücksichtigt und dort, wo Angehörige von Religionsgemeinschaften von Verletzungen und Einschränkungen ihrer Religionsfreiheit betroffen seien, dieses Recht eingefordert werden.

Der Bundestag will am Donnerstag erstmals über den Antrag beraten, im Anschluss an die Debatte soll der Vorschlag an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung überwiesen werden.

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