26.10.2023 Sport — Antwort — hib 797/2023

Regierung zu rechtsextremer Gewalt bei Fußballspielen

Berlin: (hib/MIS) Die Bundesregierung sieht ein leichtes Sinken der Zahl der politisch rechts motivierten Straftaten und Delikte im Umfeld von Fußballspielen. Im Jahresbericht Fußball der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste des Landes Nordrhein-Westfalen (LZPD NRW) würden die Vorkommnisse unter Beteiligung der Mannschaften der ersten drei Ligen sowie der fünf Regionalligen saisonal erfasst, teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (20/8937) auf die kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (20/8377) zu „rechtsextremer Gewalt bei Fußballspielen und der Datei “Gewalttäter Sport„mit. Die Abgeordneten der Linken hatten sich danach erkundigt,wie viele Straftaten und Delikte der politisch rechts motivierten Kriminalität es seit 2017 im Umfeld von Fußballspielen stattgefunden haben, und wie viele Straftaten und Delikte der politisch rechts motivierten Kriminalität seit 2017 in Fußballstadien stattgefunden haben.

In ihrer Antwort erklärt die Regierung dazu, dass in ZIS-Berichten regelmäßig auch ein Abgleich des polizeilichen Datenbestandes der Datei “Gewalttäter Sport„ (DGS) durchgeführt werde, um die Schnittmengen der dort erfassten Angehörigen der Störerszenen aller Fußballligen mit Angehörigen der politisch motivierten Kriminalität darzustellen. Demnach habe der Anteil politisch rechts motivierter Personen in der Datei “Gewalttäter Sport„ im angefragten Zeitraum seit der Saison 2016/2017 konstant bei unter drei Prozent gelegen und sich seit der Saison 2020/2021 auf unter zwei Prozent verringert.

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