Bundesregierung: Keine Übersicht zu Professoren-Firmen
Berlin: (hib/CHA) Die Bundesregierung hat keine Kenntnis darüber, wie viele „Professoren-GmbHs“ in Deutschland existieren. Das geht aus einer Antwort (20/14573) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (20/14156) der Gruppe Die Linke hervor. Bei den sogenannten Professoren-GmbHs handelt es sich um private Firmen von Professoren oder mit deren Beteiligung, die als Akquise-, Beratungs- oder Vermittlungsfirmen agieren und mit Unterverträgen Drittmittel einnehmen.
Auch die Zahl der Professoren, die neben ihrer Universitätsarbeit eine eigene Firma leiten, ist der Bundesregierung nicht bekannt. Die Verantwortung dafür liege bei den Bundesländern, heißt es in der Antwort. Ebenfalls keine Informationen hat die Bundesregierung darüber, ob Universitäten privaten Firmen von Professoren Räumlichkeiten zur Verfügung stellen oder ob Universitätsinstitute in Gebäuden untergebracht sind, die Professoren oder ihren Firmen gehören.
In der Antwort betonte die Bundesregierung, dass die Verwendung von Forschungsmitteln regelmäßig geprüft werde und Verstöße verfolgt würden. Eine vollständige Übersicht über solche Fälle gebe es jedoch nicht, da die Daten nicht zentral gesammelt werden und die Zuständigkeit für die Hochschulen bei den Ländern liege.