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Truppenbesuche bei der Bundeswehr in den USA

Wehrbeauftragte Dr. Eva Högl (links) im Gespräch mit einem Soldaten.

Wehrbeauftragte Dr. Eva Högl (links) im Gespräch mit einem Soldaten. (© TaktAusbKdoLw/PIZ)

Vom 27. September bis 7. Oktober 2023 besuchte die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Dr. Eva Högl deutsche Soldatinnen und Soldaten in den USA.

Stationen ihres Besuchs waren das Bundeswehrkommando in Reston (Virginia), das Joint Force Command und Allied Command Transformation der Nato in Norfolk (Virginia), die US Naval Academy in Annapolis (Maryland), die Sheppard Air Force Base bei Wichita Falls (Texas) und das Fort Sill bei Oklahoma City (Oklahoma). Auf der Sheppard Air Force Base werden deutsche Pilotinnen und Piloten ausgebildet, in Fort Sill finden Artillerielehrgänge am System Patriot statt. Insgesamt sind rund 800 deutsche Soldatinnen und Soldaten in den USA eingesetzt.

Ihren Besuch nutzte die Wehrbeauftragte, um deutschen Soldatinnen und Soldaten für ihren Dienst zu danken. Ihr Engagement in den USA ist Ausdruck der sehr engen und sehr guten Zusammenarbeit zwischen deutschen und US-amerikanischen Streitkräften.

Die Gespräche mit deutschen Soldatinnen und Soldaten verdeutlichten, dass der Dienst im Ausland und im multinationalen Kontext sehr besonders ist. Viele schätzen die Erfahrung so sehr, dass sie ihre Dienstzeit im Ausland gerne verlängern oder zu einem späteren Zeitpunkt ihrer Karriere wiederholen möchten.

Gleichwohl erfordert der Dienst im Ausland und die Verlegung des Lebensmittelpunkt viel. Vom Umzug über den Atlantik über die Suche bezahlbaren Wohnraums bis hin zur Integration von Kindern in örtliche Schulen und Kitas - die organisatorischen Vorbereitungen sind umfangreich, administrative Hürden mitunter hoch. Damit Soldatinnen und Soldaten wissen, wie sie diese Hürden nehmen können, sind umfassende und transparente Informationen, pragmatische Unterstützungsleistungen und eine gute Zusammenarbeit der zuständigen militärischen und zivilen Stellen entscheidend. Hier besteht durchaus Optimierungspotenzial, wie der Austausch mit den Soldatinnen und Soldaten offenlegte.

Kranzniederlegung der Wehrbeauftragten auf dem Soldatenfriedhof in Arlington.

Kranzniederlegung der Wehrbeauftragten auf dem Soldatenfriedhof in Arlington. (© Deutsche Botschaft Washington)

Neben Gesprächen mit deutschen Soldatinnen und Soldaten informierte sich die Wehrbeauftragte im Walter Reed Militärkrankenhaus über die Versorgung PTBS-erkrankter Soldatinnen und Soldaten der US-Streitkräfte, traf den Deutschen Botschafter in den USA Andreas Michaelis und tauschte sich mit dem German Marshall Fund sowie der Friedrich-Ebert-Stiftung aus.

Der Wehrbeauftragten war es eine besondere Ehre, in einer sehr würdevollen Zeremonie am Tag der Deutschen Einheit am Grab des unbekannten Soldaten auf dem US-Nationalfriedhof Arlington (Virginia) einen Kranz niederzulegen.

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