+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

Kultur und Geschichte

Lammert würdigt Männer und Frauen des Widerstands

Bundestagspräsident Lammert hält Rede in Gedenkstätte Plötzensee

(© DBT/photothek)

Als Brücke, „über welche die Deutschen nach der nationalsozialistischen Diktatur langsam sich selbst und den Anschluss an Europa wiederfinden konnten“, hat Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert den Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft bei einer Feierstunde in der Gedenkstätte Plötzensee in Berlin gewürdigt. Zum 67. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 erinnerte Lammert in seiner Rede an die ermordeten Männer und Frauen des Widerstands. Dieser Widerstand sei Voraussetzung und Grundlage für die Wiederherstellung des Ansehens Deutschlands in der Welt gewesen.

„Recht auf Widerstand“

Der 20. Juli 1944 berge ein doppeltes Vermächtnis: „Die Scham über eine beispiellose Verwirrung und das Selbstbewusstsein für ein neues Deutschland, das sich dem heldenhaften Einsatz derer verdankt, die im Scheitern erfolgreich gewesen sind.“ Diesem Vermächtnis habe es Deutschland zu verdanken, „dass wir in unsere Verfassung ausdrücklich ein Recht auf Widerstand aufgenommen haben“.

Mit Blick auf aktuelle Bürgerproteste gegen demokratisch zustande gekommene Entscheidungen im eigenen Land warnte der Bundestagspräsident vor einem Missverständnis dieses Verfassungsgrundsatzes: „Es ist eben kein marginaler Unterschied, ob Widerstand einem Unrechtsregime gilt und der Einforderung eines Rechtsstaates dient, oder ob vom Demonstrationsrecht Gebrauch gemacht, man sich also der Errungenschaften ganz selbstverständlich bedient, die nur der Rechtsstaat garantiert.“

„Politisch-geistige Orientierungen lebendig erhalten“

Der 20. Juli fordere dazu auf, sich nie und nirgendwo den Erwartungen der Menschen zu verschließen, die sich in ihren Ländern für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einsetzten, erklärte Lammert. In Afghanistan etwa verbinde viele Menschen mit den Aufständischen in der arabischen Welt „das universelle Verlangen nach persönlicher Freiheit und politischer Selbstbestimmung - Werte, die auch Deutsche in der nationalsozialistischen Diktatur dazu bewogen, ihr Leben im Kampf gegen Willkürherrschaft und Terror einzusetzen“.

Nun sei es „unsere Aufgabe“, diese politisch-geistigen Orientierungen derer, die ihr Leben eingesetzt und die „Würde unseres Lande“ in der erbärmlichsten Phase seiner Geschichte gerettet haben, lebendig zu erhalten, forderte Lammert.

Marginalspalte